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Der Crémant
Der
Rohstoff:
Die Weintrauben als Ausgangsprodukt für den Crémant dürfen aus
verschiedenen Gründen nicht zu reif sein. Einer dieser Gründe ist die
Herstellungsweise: Der Wein kann in der Flasche nicht erneut gären, wenn
er schon einen hohen Alkoholgehalt aufweist. Ein anderer wichtiger Grund
ist die Tatsache, dass der erhöhte Säuregehalt Vorraussetzung für die
Reifung eines guten Crémants ist, daher auch der Begriff der unversehrten
Traube, d. h. ohne Fäulnisstellen, um eine ausgezeichnete Gärung in der
Flasche zu gewährleisten. Desweiteren muss man sich bei der Herstellung
des Crémants an die vom „syndicat du crémant" festgesetzten Bestimmungen
halten, die u. a. eine Anmeldung der Weinlese in einer Parzelle acht
Tage vor Beginn der Arbeiten verlangen. Nachdem der Zeitraum der Weinlese
festgelegt wurde, dürfen ausschließlich die angemeldeten Parzellen bearbeitet
werden.
Die Weinlese für den Crémant erfolgt gewöhnlich
acht Tage vor der Lese für den A. O. C. (Appellation d’Origine Contrôlée).
Nach dem obligatorischen Wiegen durchlaufen die Trauben die Presse, die
aus 150kg Trauben etwa 100 Liter Saft erzeugt, zzgl. Einem rebèche
von 7% der Gesamtmenge. Es muss ein Heft geführt werden, das alle wichtigen
Daten des Pressvorgangs enthält: Menge, Parzellen, Rebsorten, Datum und
Zeit, Menge pro Rebsorte, „ rebêche",
Gewicht und Volumen. Nach einer crémant-spezifischen häffezusatz erfolgt
Säuregärung nach der alkoholischen Gärung (normalerweise ist die Säuregärung
bei elsässischen Weißweinen nicht erwünscht). Es folgt eine Feinfilterung
und die sachkundige Degustation des Weins, um die Bezeichnung „Crémant"
führen zu dürfen. Schließlich wird der Wein in Flaschen abgefüllt, nachdem
Hefe und Zucker zugegeben wurden (diese Beigaben nennt man „liqueur de
tirage").
Die Flaschenabfüllung wird von einem Fremdbetrieb
durchgeführt, der auch die nötigen Materialien, wie Korken und Etiketten
zur Verfügung stellt. Der Wein wird nun im temperaturgeregelten Keller,
unter Ausschluß von Licht und Vibrationen gelagert, damit eine optimale
Gärung erfolgen kann (je länger die Gärzeit voranschreitet, desto feiner
werden die Blasen). Die Flaschen liegen auf Latten und müssen dort mindestens
neun Monate ruhen, bis sie verkauft werden können. Um den Wein von seinen
aus abgestorbenen Hefezellen bestehenden, schleimigen Rückständen zu
trennen, muss man ihn „auf den Kopf" stellen, nachdem man ihn „poignettiert"
hat, d. h. nachdem man die o. g. Rückstände von der Flaschenwand gelöst
hat. In einer definierten Lage kopfüber auf einem Rüttelpult stehend,
werden die Flaschen nun verschiedenen Drehungen unterzogen, bei denen
sie zusätzlich im Abstand von fünf Stunden immer weiter in die Senkrechte
aufgerichtet werden. Dadurch sammeln sich die Heferückstände vollständig
im Flaschenhals.
(Rechnerbasierte Maschinensteuerung)

Einlegen der Palette vor dem Arbeitsgang

Erste Drehung im ersten Durchgang

Die Flaschen „kopfüber"
Die Flaschen werden kopfüber in den Gefrierbehälter
gestellt. Nach einer Drehung sind der Flaschenhals und die darin befindlichen
Rückstände gefroren. Dann werden die Flaschen auf das Band gestellt...
Detailansicht des Eispfropfens, der die
Heferückstände einschließt
(von links oben nach rechts unten:) Offner, Likördosier, Weindosierung
Verkorkung und Sicherung Rüttler Palettieren des fertigen Crémants Korkenzuführung


Diese Maschine besteht aus drei verschiedenen Arbeitstakten : Die Flasche
wird geöffnet, der Eispfropfen wird entfernt, der Volumenverlust wird
durch Weinbeigabe kompensiert.

Flaschenöffnung
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Detailansicht der Entpfropfung
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Auf diesem Foto sind die verschiedenen Arbeitsvorgänge
gut sichtbar.

Nächste Station : Die Flasche wird mit
einem Korken verschlossen und durch ein Metallkörbchen ( muselet ) gesichert.

Um den Crémant zu homogenisieren, werden die Flaschen
gerüttelt, bevor sie auf Paletten gestellt werden. Als letzte Station
vor dem Verkauf folgen die Etikettierung und das Überziehen der Flaschenköpfe
mit Folie.

Detailansicht des Rüttelns:
Die Flaschen werden dreimal gerüttelt, um den Crémant zu homogenisieren.
Nach Etikettierung und Versiegelung sind sie bereit für den Vertrieb.
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