Die Erziehung der Reben

Während der gesamten Sommerzeit ist eine der Hauptarbeiten des Winzers die Erziehung, sprich das Ausrichten und Festbinden der Reben, wir nennen das „le palissage".

Diese beiden Fäden – voneinander getrennt während des Wachsens – werden miteinander verdrillt und in Haken gesteckt und umschließen dann die Triebe (Weinranken).

Der rot gezeichnete Faden besteht aus zwei verdrillten Fäden.

Geöffneter Haken Geschlossener Haken
Bei jeder zweiten Rebe sind die Pfähle mit Haken versehen.


Mit Klammern befestigte Nylonfäden Mit Haken befestigte Nylonfäden

vorher
nachher
vorher
nachher

Die „palissage" beinhaltet auch das Entfernen von untenliegenden Trieben. Dies lüftet den Stamm und verhindert eine Beeinträchtigung durch unnütze Ranken.

Eine andere Arbeit der „palissage" ist das Entfernen von „Doppelaugen", so wie sie auf dem Foto zu erkennen sind.

Dieser Schnitt des zweiten Auges erlaubt eine bessere Belüftung der Pflanze, sowie die Wahl des besten Triebes je nach seiner Orientierung. Dieses Vorgehen ist nur bei jungen, energischen Reben notwendig. Die anderen entwickeln keine „Doppelaugen".

Domaine Muller-Koeberlé, Viticulteur - 22, route du Vin - 68590 ST-HIPPOLYTE - France
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