Die Granitböden
Granit und Gneis sind Eruptiv-
oder Magmagesteine, die sich vorwiegend aus Quarzkristallen,
Feldspat und Glimmer zusammensetzen. Diese Kristalle kann
man mit bloßem Auge erkennen. Obwohl sie als harte Gesteine
bekannt sind, bilden sie leicht Risse und zersetzen sich zu
einem groben Sand, der als arène granitique
bezeichnet wird. In diesem Sand kann man die Quarzkörner
gut erkennen. Die Fruchtbarkeit des Bodens hängt von
der Vielfalt der anderen Mineralien ab. Der schwarze Glimmer
liefert Eisen und Magnesium, der Feldspat zersetzt sich zu
Ton. Diese Tonerde kann Wasser und Mineralsalze speichern.
Der arène granitique lässt an den
Hängen der Vogesen einen Boden entstehen, der dünn
und oberflächlich arm an organischem Material ist.
Das Gebiet liefert besonders im unteren Hangbereich eine gute
Versorgung mit Mineralien, aber es kann zu Problemen durch
Trockenheit kommen, weil die Böden Niederschlagswasser
nicht gut speichern können.
Der Wein, der hier gedeiht, ist eher blumig als fruchtig.
Elegant mit großer Feinheit und guten Säureeigenschaften,
liefern die Böden einen Wein von großer Frische,
der schon in jungen Jahren sehr ausdrucksstark ist. Der Riesling
zeigt es.
