Die Tangentialfilterung
(mit Transversalströmung)

Funktionsweise:
Im Gegensatz zur direkten Filterung strömt das Filtrat mit großer Geschwindigkeit und unter hohem Druck durch die Filtermodule. Es wird dabei quer zur Strömungsrichtung gegen die Poren gepresst – daher die Bezeichnung „Filterung mit Transversalströmung". Die Filtermodule sind in einen Kreislauf integriert, der durch eine 2 bis 3 bar Druck erzeugende Pumpe betrieben wird. Dieser Druck reicht aus, um das Filtrat durch die Poren zu pressen. Der Kreislauf wird durch den Vorratsbehälter ständig nachgespeist. Die große Strömungsgeschwindigkeit (ca. 5m/s) verhindert das Verstopfen der Poren. Die abzuscheidenden Substanzen konzentrieren sich im Kreislauf bzw. im Vorratsbehälter.

Einsatz:
In diesem Frühling haben wir eine Tangentialfilterungsanlage (wie oben abgebildet) angeschafft. Sie ersetzt von nun an sowohl die Kieselgurfilterung als auch die Plattenfilterung. Nach mehreren Versuchsjahren erschien uns die Nutzung dieser Filtermethode angebracht. Neben der absolut sterilen Filterung (Ausschluß von Mikroorganismen wie Pilze oder Bakterien) ist sie auch sehr umweltfreundlich, da keine Zusatzstoffe benötigt werden. Außerdem erlaubt sie die Filterung des Weins in nur einem Durchgang, was bei den anderen Filtrationsverfahren nicht der Fall war. Diese Zukunftstechnik garantiert einmal mehr die hohe Qualität unseres Weins, so wie sie durch die vielen Weinproben, die wir bisher durchführen konnten, immer wieder bestätigt wurde.

 

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